Thomas Strelow - Börsen Aktuell

Die Global Money Week in Deutschland stellt sich vor, heute mit Thomas Strelow von Börsen Aktuell.

Thomas Strelow von Börsen Aktuell


Hi, ich bin Thomas Strelow und arbeite für die BÖAG Börsen AG. Wir betreiben die Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie die elektronischen Handelsplätze LS Exchange und Quotrix. Meine erste Aktie im Depot war die Deutsche Telekom. Deren Börsengang war 1996 ein großes Ereignis, auch weil man sie als „Volksaktie“ für jedermann im Fernsehen beworben hatte. Der betriebene Aufwand hatte mich während meiner Ausbildung als Werbekaufmann fasziniert und mein Interesse an der Börse entfacht. So habe ich auch während meines BWL-Studiums die wilden Zeiten des „Neuen Marktes“ als Kleinanleger mitgemacht und bin jetzt seit mehr als 20 Jahren selber im Wertpapierumfeld tätig.


Ich freue mich, wenn derzeit immer mehr „Do it Yourself“-Anleger die Börse für sich entdecken. Aber manchmal bin ich auch schockiert, wenn in den Fragen und Kommentaren auf Social Media durchscheint, wie wenig echtes Finanzwissen die Leute haben. Da möchten wir gerne ansetzen und etwas Aufklärungsarbeit leisten, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden.


Börse und Aktien haben in Deutschland oft einen schlechten Ruf: Viele denken, das sei eher ein Glücksspiel oder Casino, was ohnehin nur für die reichen Leute geeignet ist. Daran hat vielleicht auch die Telekom-Aktie etwas Schuld, denn es wurde damals der Eindruck erweckt, dass die Kurse immer nur steigen würden, regelmäßig Geld ausgeschüttet wird und man die Papiere noch seinen Enkelkindern vererben könnte. Nach dem ersten Börsengang entwickelte sich alles ganz hervorragend, was auch viele anfängliche Zweifler zu einem späteren Einstieg bewogen hatte. Auch sonst standen junge Technologiefirmen Ende der 1990er hoch im Kurs, als das Internet seinen Siegeszug antrat. Doch dann platzte die sogenannte Dotcom-Blase und viele Aktien verloren massiv an Wert oder die einstigen Börsenstars gingen sogar pleite. Wer nur die Telekom oder Aktien vom Neuen Markt im Depot hatte musste zusehen, wie sein investiertes Geld immer weniger wurde. Das ist hart und hat eine ganze Generation von Aktionären geprägt.


„This time it’s different“, ist ein beliebter Spruch an der Börse und man kann aus den Fehlern anderer wirklich etwas lernen. Es gibt ein paar wenige Grundregeln, die man beim Investieren (ja, das ist etwas Anderes als spekulieren) beachten muss. Und wenn man dann auch noch jung ist, hat man die Zeit sowie den Zinseszins-Effekt an seiner Seite. Das ist die beste Basis für einen erfolgreichen Start in die finanzielle Unabhängigkeit. Gern wollen wir Euch auf diesem Weg ein Stück begleiten.


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